Internetnutzung sicherer machen

Transient

Je mehr wir im Netz tun, umso abhängiger werden wir davon.
Und umso abhängiger von Sicherheitsvorkehrungen, die Missbrauch verhindern.
Seien es soziale Netzwerke oder der E-Mail Account.

Noch wichtiger werden Sicherheitsmaßnahmen auch weil der Benutzername praktisch komplett durch die Mailadresse ersetzt wurde und Passwörter durch den technischen Fortschritt immer schneller zu knacken sind - irgendwann werden sie wohl ganz verschwinden.

Ich möchte hier ein paar Tipps geben, wie ihr eure Accounts zumindest etwas besser
vor Kriminellen schützen könnt.

(Zum Vergrößern, klicken)

2-Faktor Authentifizierung

Klingt kompliziert, ist aber überraschend einfach.Ihr müsst dafür eine Handynummer hinterlegen.
Sobald ihr euch anmelden wollt, werdet ihr nach einem Code gefragt, den ihr per SMS oder per App auf eurem Smartphone bekommt.
Wenn ihr das gemacht habt, könnt ihr den Rechner (eigtl. den Browser) als bekannt hinterlegen und braucht das dann an der Maschine nicht nochmal zu machen.
Auf diese Weise braucht ein Cracker nicht nur Eure Mailadresse und das Passwort, sondern auch euer Handy.
Die Funktion wird u.a derzeit von folgenden Diensten angeboten:

  • Google
  • Facebook
  • Paypal
  • Dropbox


Das sichere Passwort

Ich hatte zwar weiter oben erwähnt, dass Passwörter an Bedeutung verlieren.
Natürlich braucht es trotzdem noch sichere Passwörter.
Ein sicheres Passwort ist kein Wort, dass im Duden steht.
Auch dann nicht, wenn zum Beispiel ein "E" durch eine "3" ersetzt wird.
Das ist längst in sämtlicher Software zum Knacken von Passwörtern implementiert.
Natürlich will sich niemand eine Zeichenfolge wie diese hier merken:


dkgj$§&§$eg_;MERg

Was aber durchaus geht, ist folgendes:

Denke dir einen Satz aus - sowas wie:

Ich liebe Sushi und würde dafür jederzeit eine Blume gießen.

Daraus machen wir jetzt ein Passwort, wir nehmen den Anfangsbuchstaben von jedem Wort des Satzes und behalten die Groß- und Kleinschreibung bei:

IlSuwdjeBg

Sieht schonmal nicht schlecht aus - wir brauchen aber noch ein paar Ziffern und das eine oder andere Sonderzeichen um die Geschichte noch ein Stück sicherer zu machen:

In dem Beispiel würde ich den Betrag nehmen, den ich an einem Abend so für Sushi ausgebe - also haben wir jetzt:

IlSuwdjeBg42

Da fehlen aber immernoch Sonderzeichen - Warum kein Ausrufezeichen am Ende des Satzes?
Davor vielleicht noch ein Unterstrich:


_IlSuwdjeBg!42

Jetzt haben wir ein Passwort, dass wir uns leichter merken können (Satz in Erinnerung rufen und die Anfangsbuchstaben nehmen) und das gleichzeitig kaum zu erraten ist :)

 

Für jede Plattform ein anderes Passwort

Du hast zwar jetzt ein halbwegs sicheres Passwort und benutzt es überall...
Ist ja ein sicheres Passwort.
Genau diese Tatsache ist aber wieder eine Sicherheitslücke, einmal geknackt hat man dann Zugriff auf alle deine Dienste, die nicht zusätzlich abgesichert sind.

Aber auch dafür gibt es eine relativ einfache Möglichkeiten.

Du kannst das Passwort an die Plattform anpassen für die du es benutzt - die einfachste (aber nicht empfehlenswerte) Möglichkeit ist, den Namen des Dienstes einfach an das PW anzuhängen.

Zum Beispiel:
_IlSuwdjeBg!42amazon

Besser wäre es, an das PW den Grund für die Anmeldung an den Dienst anzuhängen.
Ich zum Beispiel hatte mich bei Amazon registriert um mir eine Blind Guardian CD zu bestellen, bei Facebook um andere mit meinem Blog zu nerven und bei Google...aus Langeweile.

Es gibt viele Wege das zu variieren - sei da ruhig kreativ!

 

So viel dazu von mir - das sind die Sachen, die ich persönlich für die wichtigsten halte.

Wenn du den Beitrag für nützlich hältst, leite ihn gerne an Freunde weiter :)
Falls du ein Spezialist bist und/oder noch andere Ideen hast, zögere nicht deine Vorschläge in die Kommentare zu schreiben.

Liebe Grüße aus Köln!
 

TippsJoachim Lehmann